Mein täglicher Windows-Anmeldeablauf
8:15 Uhr
Mein Notebook: Prozessor: Intel 1,4 GHz, RAM: 2 GB, Betriebsystem: Windows XP (angeblich) Professional, wird in die
Dockingstation eingeschoben und angeschaltet. Ich gehe schnell für "kleine Endbenutzer".
8:17 Uhr
Zurück am Schreibtisch, noch mehrere Sekunden auf die Passwortangabe warten.
8:18 Uhr
Passwort angegeben. Jetzt hole ich mir schnell (ca. 25 m andere Richtung) Kaffee (ca. 0,25 l) und Mineralwasser
(eine Einliterflasche). Kurzes Begrüßungsgespräch mit getroffenen Kollegen.
8:22 Uhr
Windows kämpft noch. Gegen Zeit und Ressourcen. Dabei steht nur eine Anwendung
im Autostart. Die Platte wird langsam warm. Ganz im Gegenteil zu mir: mir wird
langsam kalt und ich werde langsam platt.
8:26 Uhr
Geschafft! Jetzt kann ich Anwendungen aufrufen, die ich für die tägliche
Arbeit brauche. Nur aufpassen: nie mehr als 4 Icons auf einmal anklicken. Sonst
wird das gute Windows lahmgelegt. Der Begriff "Multitasking" scheint für Bill Gates
nicht besonders wichtig zu sein.
8:32 Uhr
Endlich fertig. Nach 17 Minuten!
Wenn ich daran denke, dass es Millionen von Deutschen (nehmen wir an, 10 Millionen) genauso geht und zwar am
jeden Morgen: 10.000.000 x 0,25 = 2.500.000 Arbeitsstunden täglich gehen verloren,
nur weil sich die Firmen für Windows an Desktops entschieden haben. Was für ein
Sparpotenzial: Windows durch ein besseres Betriebssystem zu ersetzen. Und wie viel
könne man sparen, wenn man Windows weltweit abschaffen würde?
Übrigens. Mit OS/2
hatte ich schon vor 4 Jahren eine ähnliche Anmeldung in knapp
4 Minuten fertig. Und das mit einem AMD-Prozessor K2 450 MHz und 128 MB RAM. Und das mit
WPS
- der bis heute mit Abstand besten grafischen objektorientirten Oberfläche für PCs.
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