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V-Empfehlungen der CCITT
Siehe V-Empfehlungen der ITU. V-Empfehlungen der ITU> Die V-Empfehlungen der ITU (CCITT) beziehen sich auf die Datenübertragung in Fernsprechnetzen. Sie beinhalten:
  1. Allgemeine Definitionen.
  2. Schnittstellen und Modemspezifikationen für die Datenübertragung über das öffentliche Fernsprechnetz.
  3. Schnittstellen und Sprachbandmodems.
  4. Breitbandmodems
  5. Fehleranzeige und Datenkompression.
  6. Übertragungsqualität und Wartung.
  7. Internetworking mit anderen Netzwerken.

Allgemeine Definitionen
V.1 - Äquivalenz zwischen Binärzeichen und den Zuständen eines Zwei-Zustands-Codes
V.2 - Leistungspegel für Datenübertragung über Telefonleitung
V.3 - Internationales Alphabet Nr. 5 (IA5), umbenannt in T.50
V.4 - allgemeine Struktur von Signalen, die nach V.3 kodiert sind und über das öffentliche Fernsprechwählnetz übermittelt werden
V.5 - Normierung der Übertragungsgeschwindigkeiten für synchrone Datenübertragung über das öffentliche Fernsprechwählnetz (bisher V.22)
V.6 - wie V.5, doch für festgeschaltete Fernsprechleitungen (bisher V.22bis)
V.7 - Begriffsdefinitionen zur Datenübermittlung im Fernsprechnetz.
Schnittstellen und Modem-Spezifikationen für die Datenübertragung über öffentliche Fernsprechwählnetze
V.8 - Negotiation Handshake. Verfahren für den beschleunigten Verbindungsaufbau bei V.34-Modems. Wird dieser vom Empfänger nicht erkannt, so wird der alte bei V.32bis eingesetzte Handshake verwendet. Bei V.8 tauschen die Modems mittels V.21-Modulation mit 300 Bit/s eine Liste von Informationen. Darin enthalten sind: Indentifikation, Daten- und Faxmodus, verfügbare Modulationsverfahren, Protokolle zu Fehlerkorrektur sowie Draht- oder Funkübertragungskennung. Der Initiator der Verbindung schickt die Liste seiner Eigenschaften. Das antwortende Modem streicht daraus die Modi, welche es nicht unterstützt und schickt sie zurück. Der Verbindung wird danach mit den besten verfügbaren Eigenschaften aufgebaut.
V.8 bis - Prozeduren für die Identifikation und Selektion von gebräuchlichen Operationsmodi zwischen DCE und DTE über öffentlich Fernsprechwählnetze und Standleitungen
Schnittstellen und Sprachbandmodems
V.10 - Elektrische Eigenschaften für unsymmetrische Doppelstrom-Schnittstellenleitung bei Geräten mit integrierten Schaltkreisen (entspricht X.26). Soll V.28 (RS-232C) ablösen. Die elektrischen Eigenschaften bewegen sich noch im von V.28 zugelassen Bereich. Bei übereinstimmender Steckerbelegung können V.10- mit V.28-Schnittstellen verbunden werden. Mit zwei V.10-Schnittstellen kann über 10 m langes Kabel mit mehr als 100 KBit/s noch sehr sicher übertragen werden.
V.11 - Wie V.10, jedoch für symmetrische Doppelstrom-Schnittstellenleitung (entspricht X.27). Es werden zwei Adern pro Datenleitung verwendet. Eine mit positiver und eine mit negativer Polarität (Twisted Pair-Technik). Dadurch sind 100 KBit/s über 1 km oder 10 MBit/s über 10 m möglich. V.11 ist wesentlich unempfindlicher gegen elektromagnetische Störungen als V.28. Sie ist auch als Option bei V.34-Modems vorgesehen.
V.12 - Elektrische Eigenschaften von symmetrischen Doppelstrom-Schnittstellen mit Signalisierungsraten bis 52 MBit/s
V.13 - Simulierte Trägersteuerung
V.14 - Konvertierung von asynchroner zu synchronen Datenübertragung
V.15 - Anwendung von akustischer Kopplung
V.16 - Medizinische, analoge Datenübertragungsmodems
V.17 - Zweitdrahtmodem für FAX-Anwendungen mit Übertragungsraten bis 14400 Bit/s
V.18 - Anforderungen an DCEs, die im Text-Telephon-Modus arbeiten
V.19 - Modems für die Parrallel-Datenübertragung mit Mehrfrequenzcode-Verfahren
V.20 - Modems für Parrallelübertragung zur allgemeinen Benutzung im öffentlichen Fernsprechwählnetz (bisher V.30)
V.21 - 200/300 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) für öffentliche Fernsprechwählleitungen
V.22 1200 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz
V.22bis - wie V.22 nur mit 1200/2400 Bit/s
V.23 - 600/1200 Bit/s Modem (Halb-Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen
V.24 - 25- bzw. 9-polige Schnittstelle für die Datenübertragung zwischen DTE (z.B. PC) und DCE (z.B. Modem)
V.25/V.25bis/V.25ter - Geräte mit automatischer Wahl und/oder automatischem Antworten im öffentlichen Fernsprechwählnetz
V.26 - 2400 Bit/s Modem auf festgeschalteten Leitungen
V.26bis - 1200/2400 Bit/s Modem im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen
V.26ter - Wie V.26 doch mit 1200/2400 Bit/s
V.27 - 4800 Bit/s Modem auf festgeschalteten Leitungen
V.27bis - 4800/2400 Bit/s Modem für festgeschaltete Leitungen
V.27ter - 4800/2400 Bit/s Modem für das öffentliche Fernsprechwählnetz
V.28 - Elektrische Eigenschaften für unsymmetrische Doppelstromschnittstellen
V.29 - 2400/4800/7200/9600 Bit/s Modem für festgeschaltete Leitungen
V.29ter - 4800/9600 Bit/s Modem für festgeschaltete Leitungen
V.31 - Elektrische Eigenschaften für Einfachstrom-Schnittstellenleitungen mit Kontakten
V.31bis - Wie V.31 mit Optokopplern
V.32 - 2400/4800/9600 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen
V.32bis - 9600/12000/14400 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen
V.32terbo - ist kein ITU-Standard, sondern eine Bezeichnung für ein 16800/19200-Modem (AT&T)
V.33 - 14400 Bit/s Modem für 4-Draht-Standleitungen
V.fast - Bezeichnung für Übergangsstandard zu V.34
V.34 - 2400/4800/7200/9600/12000/14400/16800/19200/21600/24000/26400/28800 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen In einer 1996 überarbeitet Version sind sogar Übertragungsraten von 31200 oder 33600 Bit/s möglich. Siehe auch: APC, Line Probing, Precoding, QAM
Breitbandmodems
V.35 - Datenübertragung mit 48 kBit/s über Primärgruppenleitungen im Bereich 60-108 kHz.
V.36 - Modem für V.35
V.37 - Modem für eine Übertragungsgeschwindigkeit von mehr als 72 kBit/s
V.38 - 48/56/64 KBit/s DCE für digitale Standleitungen
Fehleranzeige und Datenkompression
V.40 - Fehleranzeige mit elektromechanischen Einrichtungen
V.41 - vom Code unabhängiges Fehler-Kontroll-System
V.42 - Modem mit Fehlerkorrektur
V.42bis - Modem mit Datenkompression
V.PCM - siehe V.90
Übertragungsqualität und Wartung
V.50 - Standardgrenzwerte für die Übertragungsgüte einer Datenübertragung
V.51 - Richtlinien, wie internationale Telefonwählnetze zur Datenübertragung organisiert und unterhalten werden sollen
V.52 - Kennwerte für Verzerrungs- und Fehlerratenmessgeräte
V.53 - Betriebswerte bei der Datenübertragung über Fernsprechwege, z.B. Bitfehlerraten
V.54 - Schleifenschaltung für Modems
V.55 - Messgerät für Impulsstörungen bei der Datenübertragung über Fernsprechwege
V.56 - Vergleichende Tests für Modems, die für Fernsprechwege eingesetzt werden
V.56bis - Netzwerkübertragungsmodell für die Evaluierung der Modem-Performance über 2-Draht-Sprachverbindungen
V.56ter - Testprozedur zur Evaluierung von 2-Draht-4-kHz-Sprachband-Duplex-Modems
V.57 - Messgerät für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten
V.58 - Managementinformationsmodell für DCEs der V-Serie
V.61 - Modem für die simultane Sprach- und Datenübertragung bei einer Datenübertragungsrate von 4800 Bit/s und automatischer Umschaltung auf 14400 Bit/s bei ausschließlicher Datenübertragung zur Nutzungs- in Fernsprechwählnetzen und 2-Draht-Standleitungen
V.70 - Prozeduren für die simultane Übertragung von Daten und digital codierter Sprache über Fernsprechwählnetze und 2-Draght-Standleitungen
V.75 - DSVD-Terminalsteuerprozeduren
V.76 - Generischer Multiplexer, der V.42 LAPM-basierte Prozeduren benutzt
V.80 - InBand-DCE-Steuerung und synchrone Datenmodi für asynchrone DTEs
V.90 - 56K-Modem
Internetworking mit anderen Netzen
V.100 - Verknüpfungen zwischen öffentlichen Datennetzen und dem öffentlichen Telefonnetz
V.110 - spezifiziert die Schnittstelle zwischen ISDN und DEE mit V-Schnittstellen
V.120 - Support von DTEs mit V-Serie-Schnittstellen im ISDN durch die Bereitstellung von statistischem Multiplexing
V.130 - ISDN Terminal-Adapter-Framework
V.230 - Allgemeines Spezifikation eines Datenkommunikationsinterfaces für die Schicht 1
V.1
Äquivalenz zwischen Binärzeichen und den Zuständen eines Zwei-Zustands-Codes.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.10
Elektrische Eigenschaften für unsymmetrische Doppelstrom-Schnittstellenleitung bei Geräten mit integrierten Schaltkreisen (entspricht X.26). Soll V.28 (RS-232C) ablösen. Die elektrischen Eigenschaften bewegen sich noch im von V.28 zugelassen Bereich. Bei übereinstimmender Steckerbelegung können V.10- mit V.28-Schnittstellen verbunden werden. Mit zwei V.10-Schnittstellen kann über 10 m langes Kabel mit mehr als 100 KBit/s noch sehr sicher übertragen werden.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.100
Verknüpfungen zwischen öffentlichen Datennetzen und dem öffentlichen Telefonnetz.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.11
Wie V.10, jedoch für symmetrische Doppelstrom-Schnittstellenleitung (entspricht X.27). Es werden zwei Adern pro Datenleitung verwendet. Eine mit positiver und eine mit negativer Polarität (Twisted Pair-Technik). Dadurch sind 100 KBit/s über 1 km oder 10 MBit/s über 10 m möglich. V.11 ist wesentlich unempfindlicher gegen elektromagnetische Störungen als V.28. Sie ist auch als Option bei V.34-Modems vorgesehen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.110
Mit V.110 wird ein ISDN-Protokoll bezeichnet, das wie ein Modem asynchron arbeitet. Die maximale Übertragungsrate von V.110 liegt derzeit bei 38,4 Kbps. Inzwischen hat V.110 sehr an Bedeutung verloren. Fast alle Dienste nutzen X.75 oder HDLC.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.12
Elektrische Eigenschaften von symmetrischen Doppelstrom-Schnittstellen mit Signalisierungsraten bis 52 MBit/s.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.120
Wie V.110 ist auch V.120 ein asynchrones Protokoll, das aber bis zu 56 Kbps schafft. Es kommt in Europa kaum zum Einsatz und wird deshalb von vielen ISDN-Karten nicht unterstützt.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.13
Simulierte Trägersteuerung.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.130
ISDN Terminal-Adapter-Framework.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.14
Konvertierung von asynchroner zu synchronen Datenübertragung.
V.15
Anwendung von akustischer Kopplung.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.16
Medizinische, analoge Datenübertragungsmodems.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.17
Zweitdrahtmodem für FAX-Anwendungen mit Übertragungsraten bis 14400 Bit/s.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.18
Anforderungen an DCEs, die im Text-Telephon-Modus arbeiten.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.19
Modems für die Parrallel-Datenübertragung mit Mehrfrequenzcode-Verfahren.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.2
Leistungspegel für Datenübertragung über Telefonleitung.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.20
Modems für Parrallelübertragung zur allgemeinen Benutzung im öffentlichen Fernsprechwählnetz (bisher V.30). Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.21
200/300 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) für öffentliche Fernsprechwählleitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.22
1200 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.22bis
Wie V.22 nur mit 1200/2400 Bit/s.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.23
600/1200 Bit/s Modem (Halb-Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.24
25- bzw. 9-polige Schnittstelle für die Datenübertragung zwischen DTE (z.B. PC) und DCE (z.B. Modem).
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.25
V.25/V.25bis/V.25ter - Geräte mit automatischer Wahl und/oder automatischem Antworten im öffentlichen Fernsprechwählnetz.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.26
2400 Bit/s Modem auf festgeschalteten Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.26bis
1200/2400 Bit/s Modem im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.27
4800 Bit/s Modem auf festgeschalteten Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.27bis
4800/2400 Bit/s Modem für festgeschaltete Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.27ter
4800/2400 Bit/s Modem für das öffentliche Fernsprechwählnetz.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.28
Elektrische Eigenschaften für unsymmetrische Doppelstromschnittstellen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.29
2400/4800/7200/9600 Bit/s Modem für festgeschaltete Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.29ter
4800/9600 Bit/s Modem für festgeschaltete Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.3
Internationales Alphabet Nr. 5 (IA5), umbenannt in T.50.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.31
Elektrische Eigenschaften für Einfachstrom-Schnittstellenleitungen mit Kontakten.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.31bis
Wie V.31 mit Optokopplern.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.32
2400/4800/9600 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.32bis
9600/12000/14400 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.32terbo
Es ist kein ITU-Standard, sondern eine Bezeichnung für ein 16800/19200-Modem (AT&T).
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.33
14400 Bit/s Modem für 4-Draht-Standleitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.34
2400/4800/7200/9600/12000/14400/16800/19200/21600/24000/26400/28800 Bit/s Modem (Duplex-Betrieb) im öffentlichen Fernsprechwählnetz und auf festgeschalteten Leitungen In einer 1996 überarbeitet Version sind sogar Übertragungsraten von 31200 oder 33600 Bit/s möglich.
Siehe auch: APC, Line Probing, Precoding, QAM, V-Empfehlungen der ITU.
V.35
Datenübertragung mit 48 kBit/s über Primärgruppenleitungen im Bereich 60-108 kHz.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.37
Modem für eine Übertragungsgeschwindigkeit von mehr als 72 kBit/s.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.38
48/56/64 KBit/s DCE für digitale Standleitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.4
Allgemeine Struktur von Signalen, die nach V.3 kodiert sind und über das öffentliche Fernsprechwählnetz übermittelt werden.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.40
Fehleranzeige mit elektromechanischen Einrichtungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.41
Vom Code unabhängiges Fehler-Kontroll-Telekommunikationssystem.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.42
Modem mit Fehlerkorrektur.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.42bis
Modem mit Datenkompression.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.5
Normierung der Übertragungsgeschwindigkeiten für synchrone Datenübertragung über das öffentliche Fernsprechwählnetz (bisher V.22).
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.50
Standardgrenzwerte für die Übertragungsgüte einer Datenübertragung.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.51
Richtlinien, wie internationale Telefonwählnetze zur Datenübertragung organisiert und unterhalten werden sollen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.52
Kennwerte für Verzerrungs- und Fehlerratenmeßgeräte.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.53
Betriebswerte bei der Datenübertragung über Fernsprechwege, z.B. Bitfehlerraten.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.54
Schleifenschaltung für Modems.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.55
Messgerät für Impulsstörungen bei der Datenübertragung über Fernsprechwege.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.56
Vergleichende Tests für Modems, die für Fernsprechwege eingesetzt werden.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.56bis
Netzwerkübertragungsmodell für die Evaluierung der Modem-Performance über 2-Draht-Sprachverbindungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.56ter
Testprozedur zur Evaluierung von 2-Draht-4-kHz-Sprachband-Duplex-Modems.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.57
Messgerät für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.58
Managementinformationsmodell für DCEs der V-Serie.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.6
Normierung der Übertragungsgeschwindigkeiten für synchrone Datenübertragung über das festgeschaltete Fernsprechleitungen (bisher V.22bis). Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.61
Modem für die simultane Sprach- und Datenübertragung bei einer Datenübertragungsrate von 4800 Bit/s und automatischer Umschaltung auf 14400 Bit/s bei ausschließlicher Datenübertragung zur Nutzungs- in Fernsprechwählnetzen und 2-Draht-Standleitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.7
Begriffsdefinitionen zur Datenübermittlung im Fernsprechnetz.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.70
Prozeduren für die simultane Übertragung von Daten und digital codierter Sprache über Fernsprechwählnetze und 2-Draght-Standleitungen.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.75
DSVD-Terminalsteuerprozeduren. Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.76
Generischer Multiplexer, der V.42 LAPM-basierte Prozeduren benutzt.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.8
Negotiation Handshake. Verfahren für den beschleunigten Verbindungsaufbau bei V.34-Modems. Wird dieser vom Empfänger nicht erkannt, so wird der alte bei V.32bis eingesetzte Handshake verwendet. Bei V.8 tauschen die Modems mittels V.21-Modulation mit 300 Bit/s eine Liste von Informationen. Darin enthalten sind: Indentifikation, Daten- und Faxmodus, verfügbare Modulationsverfahren, Protokolle zu Fehlerkorrektur sowie Draht- oder Funkübertragungskennung. Der Initiator der Verbindung schickt die Liste seiner Eigenschaften. Das antwortende Modem streicht daraus die Modi, welche es nicht unterstützt und schickt sie zurück. Der Verbindung wird danach mit den besten verfügbaren Eigenschaften aufgebaut.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.8 bis
Prozeduren für die Identifikation und Selektion von gebräuchlichen Operationsmodi zwischen DCE und DTE über öffentlich Fernsprechwählnetze und Standleitungen
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.80
InBand-DCE-Steuerung und synchrone Datenmodi für asynchrone DTEs.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.90
56K-Modem.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.fast
Bezeichnung für Übergangsstandard zu V.34.
Siehe V-Empfehlungen der ITU.
V.PCM
Siehe V.90, V-Empfehlungen der ITU.
Validation
Prüfung, ob ein Dokument in HTML, SGML, XML seiner Spezifikation, d.h. seiner DTD, entspricht.
Vampirstecker
Auch Tap. Thik Wire Ethernet Kabel kontaktiert man durch eine Art Dorn, der vom Transceiver ins Kabel gebohrt wird. Trifft der Dorn den Mittelleiter nicht, bekommt die Station keinen Kontakt. Bohrt man zu tief, schließt man das Kabel kurz und legt das ganze Segment lahm.
Variable (length) Packet Writing
Angewendet wird Packet Writing mit variablen Paketgrößen bei CD-Rs; die Datenpakete können hier unterschiedlich groß sein, was Platz spart.
Siehe auch: CD-R, Fixed (length) Packet Writing
VBA
Die Abkürzung VBA steht für "Visual Basic for Applications". VBA entstand als Nachfolger der Makrosprachen von Word, Excel & Co. Entwickelt wurde VBA aus Microsofts Visual Basic. Die Befehle von VBA sind naturgemäß eng an Visual Basic angelehnt, der Funktionsumfang ist allerdings an die spezielle Aufgabe angepasst. Mit VBA lassen sich auch umfangreiche Erweiterungen von Programmen wie Word realisieren.
Siehe auch: Makrovirus.
VBR
Variable Bit Rate - variable Bitrate.
Siehe auch CBR
VBScript
Von Visual Basic abstammende Makrosprache, die in den WWW-Browsern von Microsoft zum Einsatz kommt.
Siehe auch dynamic HTML.
VC
Virtual Channel - virtueller Kanal.
VC-SDRAM
Bei den Virtual-Channel-SDRAMs speichert ein Cache die Daten zwischen, um die Verzögerungen beim Schreiben und Lesen zu vermeiden.
Siehe auch: DDR-SDRAM, Cache, L1-Cache, L2-Cache.
VC-SDRAM
Bei den Virtual-Channel-SDRAMs speichert ein Cache die Daten zwischen, um die Verzögerungen beim Schreiben und Lesen zu vermeiden.
Siehe auch: DDR-SDRAM, Cache, L1-Cache, L2-Cache.
Vcard
Der Vcard-Standard definiert das Format digitaler Visitenkarten, die Sie an Ihre E-Mails anhängen können. Vcard-kompatible Mail-Clients übernehmen Ihre persönlichen Daten wie Name, Telefonnummer und Adresse aus dieser virtuellen Visitenkarte und kopieren sie in das Adressbuch des Mail-Empfängers. Vcards sind keine digitalen Unterschriften, sondern lediglich Textdateien, die beliebig gefälscht werden können.
VCC
Virtual Channel Connection. Begriff aus der ATM-Welt, der eine virtuelle Verbindung von ATM-Endpunkten bezeichnet. Die Endpunkte greifen über höhere Protokolle auf die Verbindung zu. Über diese Verbindung werden die Zellen geleitet. Mehrere VCCs können zu einer VPC zusammengefasst werden. Die VCC wird im Header der Zelle durch das VCI-Feld identifiziert.
VCI
Virtual Channel Identification. Identifikationsnummer einer VCC im ATM-Zell-Header.
VCN
Virtual Circuit Number. VCN ist ein 12-Bit-Feld im X.25-Vermittlungsschicht-Header, das einen X.25 Virtual Circuit identifiziert. Die VCN erlaubt DCEs zu entscheiden, wie Pakete durch das X.25-Netzwerk zu routen sind.
Sie wird häufig auch als LCI oder LCN bezeichnet.
VDOlive
Plug-in für WWW-Browser zur Live-Übertragung von Videos. Es benutzt ein spezielles Protokoll, das ebenfalls VDOlive heißt.
VDSL
Very high bit rate Digital Subscriber Line. VDSL ist wie ADSL, dessen Nachfolge es einmal antreten soll, eine digitale Übertragungstechnik zum Anschluss von Endkunden über Kupferleitungen. Es bietet noch wesentlich höhere Datenraten von bis zu 52 MBit/s und soll auch ISDN im Basisband ermöglichen. Dabei verkürzt sich aber die Länge des überbrückbaren Kupferkabels auf maximal 1,5 km, so dass VDSL nur in Hybridnetzen einsetzbar ist, die bereits einen großen Teil der Ortsverkabelung in Form von Glasfaser vorliegen haben. Als Modulationsverfahren sind CAP, DMT, DWMT und SLC im Gespräch.
Bitrate in Senderichtung: 1,5 bis 2,3 MBit/s Bitrate in Empfangsrichtung: 13 bis 52 MBit/s Überbrückbare Leitungslänge: 0,3 bis 1,5 km Benötigte Adernpaare: 1 Benutzte Bandbreite: bis ca. 30 MHz Telefondienst im Basisband: ja.
Siehe auch: ADSL, HDSL, SDSL, UDSL, xDSL
Venture capital
Wagnis Kapital, das Finanziers oder große Firmen, Internet-Start-up's (Firmengründungen im Netz) meist gegen Beteiligung leihen.
Verarbeitungsanweisung
Verarbeitungsanweisung im Format SGML- oder XML-Dokuments ist. Verarbeitungsanweisungen sind Anweisungen für Anwendungen, z.B. Editoren, zur Verarbeitung des Dokuments.
Verbatim
Eine Art von Layout, bei der die Daten unverändert, d.h. ohne Formatierung, übergeben werden. In HTML wird dies durch den Tag erreicht.
Verbindungslos
Kommunikationsart, bei der keine Verbindung (Leitung oder logischer Kanal) zur Datenübertragung zwischen Sender und Empfänger geschaltet werden muss. Eng mit der verbindungslosen ist die packetvermittelte Übertragung verknüpft. Die einzelnen Datenpakete können unterschiedliche Wege vom Sender zum Empfänger durchlaufen. Ein bekanntes verbindungsloses Protokoll ist UDP.
Verbindungsorientiert
Kommunikationsart, bei der vor der Übertragung von Nutzdaten eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger hergestellt werden muss. Dies kann durch die Vermittlung einer Leitung oder durch den Aufbau eines logischen Kanals geschehen. Ein bekanntes verbindungsorientiertes Protokoll ist TCP. Das Gegenteil von verbindungsorientiert ist verbindungslos.
Vergrößerungsfaktor
Lineare Verhältniszahl bei Maßstabänderungen (x:1).
VeriSign
VeriSign Inc. ist eine amerikanische Firma, die auf kommerzieller Basis als Zertifizierungsautorität im Internet arbeitet. VeriSign ist nicht der einzige derartige Anbieter. Da VeriSign aber einer der ersten Anbieter war und ein sehr breites Spektrum an Zertifikatsleistungen in unterschiedlichen Sicherheitsstufen anbietet, wird VeriSign oft schon als eine Art Synonym für Verifizierungsleistungen im Internet verwendet.
Verlustbehaftete Kompression
Bei dieser Art der Kompression gehen Informationen unwiederbringlich verloren. Sie werden beim Dekomprimieren nicht wieder hergestellt. Diese Verfahren komprimieren sehr stark. Sie werden besonders bei Datentypen eingesetzt, die sich verlustfrei nur schlecht komprimieren lassen - insbesondere Audio-, Video- und Bilddaten. Beispiele für verlustbehaftete Verfahren sind JPEG und MPEG.
Siehe auch: Kompression, JPEG, MPEG-Komprimierung.
Verlustfreie Kompression
Bei der verlustfreien Kompression werden nur redundante Daten entfernt, also solche, die keine neue Information enthalten. Daher werden die Daten beim Dekomprimieren auch vollständig wiederhergestellt. Packer wie WinZIP oder ARJ arbeiten mit dieser Methode (genauer: mit der von Lempel und Ziv entwickelten LZ77 in Kombination mit einer Huffman-Codierung). Siehe auch: Kompression, Verlustbehaftete Kompression.
Verlängerungsfaktor
Vermittlung
Grundfunktion der Vermittlungsschicht im OSI-Modell. Bestandteile der Vermittlung sind Adressierung, Verbindungsauf- und -abbau, Rücksetzung, Unterbrechung, Fehlererkennung sowie transparenter Datentransport zwischen den Kommunikationspartnern. Dazu gehört auch eine optimale Wegwahl, wenn mehrere Alternativen vorhanden sind (Routing). Vermittlung ist per Definition eine Funktion der Schicht 3. Trotzdem werden beim LAN-Switching mehr und mehr Vermittlungstechniken schon auf Basis von MAC-Adressen implementiert (Switching). Bei der optischen Vermittlung, wo Wellenlängenpakete vermittelt werden, ist die Vermittlung sogar auf die physikalischen Ebene hinabgewandert.
Vermittlungsschicht
Siehe network layer
Vermittlungstechnik
Bei den Vermittlungstechniken muss man primär zwischen verbindungsorientierten und verbindungslosen, paketvermittelten unterscheiden. Die Paketvermittlung wiederum unterscheidet die zwei Verfahren Cut-Through und Store-and-Forward. Diese finden vom Prinzip her heute sowohl auf Ebene 2 (LAN-Switching) als auch auf Eben 3 (Routing) des OSI-Modells Anwendung.
Veronica
Very Easy Rodent-Oriented Net-wide Index to Computerized Archives Stichwortindex für Gopher-Systeme im Internet
Verschlüsselung
Verschlüsselungen sind Verfahren, die mathematische Algorithmen nutzen, um Eingabedaten in unleserliche Ausgabedaten umzuwandeln. Modifiziert werden die Verfahren selbst durch Angabe eines Schlüssels. Prinzipiell unterscheidet man symmetrische und asymmetrische Verschlüsselungsverfahren.
Verschlüsselungs-Algorithmus
Bei der Datenverschlüsselung beschreibt der Algorithmus das Verfahren, mit dem die Daten codiert werden. Je ausgeklügelter der Algorithmus ist, desto sicherer ist die Verschlüsselung.
Siehe auch: Asymmetrische Verschlüsselung, Schlüssellänge, PGP.
Verstärkung
Verhältnis von Ausgangs- zu Eingangsgröße (Strom, Spannung, Leistung) eines Vierpols. Ist das Verhältnis > 1, spricht man von Verstärkung, bei Werten < 1 von Dämpfung. Beide Größen werden in Dezibel (dB) angegeben.
Vertikale Objekte
Objekte, mit denen sich branchenspezifische Geschäftsprozesse abbilden lassen.
Vertikalverkabelung
Siehe Sekundärverkabelung
Vertrauenshierarchie
Siehe hierarchy of trust
Vertrauensnetz
Siehe hierarchy of trust
Verzeichnisdienst
Auch Directory- oder Naming-Service genannt. Ein Verzeichnisdienst dient der Verwaltung von Informationen zu Netzwerkressourcen wie Rechnern und Druckern. Die Ressourcen bekommen eindeutige Namen und können hierarchisch angeordnet werden. Außerdem kann er auch Informationen über die Benutzer des Netzwerkes enthalten, die z.B. für eine Zugangs- und Rechteverwaltung benutzt werden. In modernen Verzeichnisdiensten werden dazu die digitalen Zertifikate der Benutzer als Attribute der Benutzerobjekte gespeichert.
Der Verzeichnisdienst erlaubt das Lesen von Informationen zu Objekten mit bekanntem Namen oder das Auffinden von Objekten mit bestimmten Eigenschaften.
Während es in der Vergangenheit eine Vielzahl von herstellerspezifischen Verzeichnisdiensten gab, setzt sich heute mehr und mehr LDAP als Schlüsseltechnologie für firmenweite Verzeichnisdienste durch. Im Internet ist nach wie vor DNS das dominierende System.
Siehe auch: ADS, DNS, NDS, NIS, StreetTalk, X.500, YP
Verzeichnisserver
Auch Directory-Server genannt. Rechner der Verzeichnisdienste bereitstellt.
Verzögerung
Siehe Latency
VHS
VHS (Video Home System) ist das gängigste Aufzeichnungsformat für Videosignale.
Siehe auch: S-VHS, Videokamera.
Vibrationsalarm
Beim Vibrationsalarm wird ein Anruf oder eine SMS durch das vibrieren des Akkus angezeigt. Das ist von Vorteil, wenn andere durch das Klingeln nicht gestört werden sollen oder wenn bei einer lauten Umgebung das Klingeln nicht gehört wird.
Video für Windows
Video für Windows ist eine Software-Schnittstelle, die Microsoft für die Arbeit mit Videos unter Windows entwickelt hat. Sie ist in Windows 95 integriert, unter Windows 3.1x installieren Sie sie nachträglich. Windows-3.1x-Anwender bekommen die Software kostenlos.
Video-Grabber
Video-Grabber dienen zur Digitalisierung von Standbildern und Videosequenzen. Die mittels Video-Grabber aufbereiteten (sprich: digitalisierten) Informationen werden sodann als herkömmliche Bild- oder Video-Datei auf die Festplatte des PCs gespeichert und können sodann auf gewohnte Weise mit dem Personalcomputer weiterbearbeitet werden.
Videokamera
Eine Videokamera wandelt optische und akustische Signale in elektrische um. Diese lassen sich anschließend auf einen Videorecorder überspielen. Meistens werden für die Aufzeichnung analoge Signale verwendet; es gibt aber auch Videokameras nach dem DV-Standard (Digital-Video), die ihre Daten in digitaler Form aufs Videoband schreiben.
Siehe auch: Camcorder, VHS, S-VHS.
Videokamera
Eine Videokamera wandelt optische und akustische Signale in elektrische um. Diese lassen sich anschließend auf einen Videorecorder überspielen. Meistens werden für die Aufzeichnung analoge Signale verwendet; es gibt aber auch Videokameras nach dem DV-Standard (Digital-Video), die ihre Daten in digitaler Form aufs Videoband schreiben.
Siehe auch: Camcorder, VHS, S-VHS.
VIM
Vendor Independent Messaging. Schnittstelle für E-Mail- und Dokumentenmanagement, die von Lotus entwickelt und heute von einem Industriekonsortium unter Leitung von Lotus betreut wird. VIM ist der direkte Konkurrent zu Microsofts MAPI.
VINES
Virtual Networking System. Netzbetriebssystem der Firma Banyan
Vintage Print
Kopie oder Vergrößerung, die vom Fotografen selbst hergestellt wurde. Sie werden meist vom Fotografen signiert und mit einer Laufnummer versehen.
Virtual Circuit
Virtuelle Leitungen werden nicht exklusiv als physikalische Leitung zwischen Sender und Empfänger geschaltet. Stattdessen werden durch Adressidentifikation in paketvermittelten Netzen logische Pfade aufgebaut. Man unterscheidet feste virtuelle Leitungen (zwei Teilnehmern fest zugeordnet) und virtuelle Wählverbindungen.
Virtual Machine
Virtuelle Machine. Unter einer virtuellen Maschine versteht man eine imaginäre Maschine, die durch Software auf einer realen Maschine (Computer) implementiert ist. Das Prinzip der virtuellen Maschine wird von verschiedenen Programmiersprachen angewendet, um hardwareplattformunabhängigen Code erzeugen und auf den einzelnen Plattformen definiert ausführen zu können. Die virtuelle Maschine mit der heute größten Bedeutung ist die JVM von Java.
Virtual Port-Switching
Siehe VPS
Virtual Private Network
Ein Virtual Private Network (VPN) ermöglicht sichere (private) Verbindungen für Netz-Applikationen über ein öffentliches, unsicheres Medium wie das Internet. Als Schlüsselkomponenten für die Sicherheit des VPN gelten Zugangskontrolle, Verschlüsselung sowie die Authentifizierung von Benutzern und Daten. Authentifizierung von Daten heißt: überprüfen, ob die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Sender stammt und unterwegs nicht verändert wurde. Die Authentizität von Benutzern soll dagegen unautorisierten Personen den Zugang verwehren. Bekannte Verfahren sind die Eingabe von Namen und Kennwort oder die Identifizierung durch persönliche Chipkarte und Geheimzahl. Steht die Identität der Person fest, hat sie entsprechend ihrem Benutzerprofil Zugriff auf bestimmte Dienste und Ressourcen, auf andere jedoch nicht (Zugangskontrolle). Die Verschlüsselung dient der Geheimhaltung der Daten auf dem Transportweg. Eine gute VPN-Lösung bietet die Möglichkeit, die Daten verschlüsselt oder im Klartext zu senden oder ganz zu blockieren. Um die Sicherheit zu erhöhen, ist es wichtig, die Schlüssel periodisch auszutauschen.
Sollen via Internet LANs verbunden werden, die nicht TCP/IP benutzen, kommt das Tunneling-Konzept zum Tragen. Darunter versteht man die Einbettung eines Protokolls in ein anderes. Im Wesentlichen wird dabei jedem Datenpaket ein IP-Header vorangestellt. Damit sich zwei VPN-Teilnehmer überhaupt verstehen, müssen beide dieselbe Sprache sprechen, das heißt, das gleiche VPN-Protokoll verwenden. Die Protokolle PPTP, L2F und L2TP packen zunächst Pakete in IP-Pakete ein, die dann mit Hilfe des Point-to-point-Protocol (PPP) über das Internet verschickt werden können.
An einem Standard, der die Paketstruktur und die so genannte Security Association (SA) für die VPN-Kommunikation festlegt, arbeitet die Arbeitsgruppe IP Security (IPSec) der Internet Engineering Task Force (IETF). Die standardisierte Paketstruktur enthält zwischen IP Header und dem Original-Datenpaket ein weiteres Element, das vor allem die Datenintegrität sichern soll. Der IPSec-Standard schreibt außerdem vor, dass vor jeglichem Datenverkehr eine Security Association zwischen den beiden VPN-Knoten verhandelt werden muss, die alle Informationen über die Ausführung diverser Sicherheitsdienste enthält.
Virtual Router
Virtueller Router. In den klassischen Routern übernimmt ein Gerät sowohl Auswertung und Austausch von Routing-Informationen zur Wegwahl (Routing) als auch die Weiterleitung (Forwarding) der Datenpakete. Bei virtuellen Routern wird Routing und Forwarding räumlich getrennt. Zentrale Routerserver steuern über standardisierte Protokolle einfache Forwarder. Dies soll helfen, in großen Netzen Geräte- und Verwaltungskosten zu sparen.
Virtual Webserver
Von einem virtuellen Webserver spricht man, wenn ein HTTP-Server auf mehrere DNS-Namen hört. Benutzt wird dies hauptsächlich dazu, um auf einem Server die Angebote verschiedener Kunden einheitlich zu verwalten, aber trotzdem zu ermöglichen, dass jedes Angebot unter seinem eigenen DNS-Name angesprochen wird (www.firma1.com, www.firma2.com,...). Ohne virtuelle Server wäre sonst nur Namen der Art www.anbietername.com/firma1/, www.anbietername.com/firma2/ möglich.
Virtuelle Speicher-Technik
Moderne Betriebssysteme wie OS/2, Linux, manche Windows oder UNIX verwenden einen kleinen Trick, um den kleinen Arbeitsspeicher einer Computeranlage künstlich zu vergrößern. Sie überprüfen kontinuierlich den Arbeitsspeicherinhalt, suchen nach Informationen, die aktuell nicht benötigt werden und lagern diese vorübergehend auf die Festplatte aus (siehe auch Auslagerungsdatei). Sollte der Anwender auf Daten zugreifen wollen, die zuvor auf die Festplatte ausgelagert wurden, lädt das Betriebssystem (vom Anwender unbemerkt) die Informationen automatisch in den Arbeitsspeicher zurück. Mit der hier beschriebenen Methode der virtuellen Speicher-Technik ist es möglich, die physikalisch begrenzte Speicherkapazität des Arbeitsspeichers deutlich zu vergrößern.
Virtueller Speicher
Durch virtuellen Speicher steht Programmen mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung, als physikalisch vorhanden ist. Der virtuelle Speicher setzt sich zusammen aus dem eingebauten RAM plus der Auslagerungsdatei auf Festplatte. Verwechslungsgefahr: In Windows heißt allein die Auslagerungsdatei virtueller Speicher. Siehe auch: Auslagerungsdatei.
Virtuelles Image
Oft wird auch von Brennen "On the fly" gesprochen. Dabei wird keine große Image-Datei angelegt, sondern es gibt nur eine kleine Projektdatei mit Verweisen auf die Daten, die später auf die CD wandern sollen. Dieses Brennverfahren verlangt einen leistungsfähigen PC, insbesondere eine schnelle Festplatte mit einer kurzen mittleren Zugriffszeit. Siehe auch: On the fly, Physikalisches Image, Buffer Underrun.
Virus
Ein Computervirus ist ein nicht selbständig ablaufendes Programm, das sich in andere Programme einschleust und sich damit verbreitet. Meist führt es zusätzliche Funktionen aus. Wenn die Kopien des Virus äußerlich nicht identisch sind, spricht man von Polymorphie. Im Unterschied zu medizinischen Viren hat sich im Computerjargon der männliche Artikel eingebürgert ("der" Computervirus). Von Viren sind zu 99% die Windows-Systeme betroffen; nicht wegen Verbreitung der Systeme, sondern wegen Sicherheitslücken in diesen Systemen.
Siehe auch: polymorpher Virus, Stealth-Virus, Makrovirus, Tarnkappenvirus, Bootvirus, Zoo-Virus, Wurm, Virus Construction Kit.
Virus Construction Kit
Konfigurierbares Programm, das Viren nach einem bestimmten Schema generiert. Es sind mehrere solcher Virenbaukästen bekannt. Die Anwender können meist Schadfunktionen und andere Vireneigenschaften in unterschiedlichem Umfang und technischer Finesse wählen.
Siehe auch: Virus.
Visit
Besuch. Ein Visit bezeichnet den zusammenhängenden Besuch einer Web-Site.
Siehe auch: AdClick, Hit, PageView.
Visual Basic
Eine auf BASIC basierende, Programmiersprache von Microsoft, die ursprünglich für die Programmierung von Windows 3.x-Applikationen entwickelt wurde. Mit Hilfe von Visual Basic können dialogorientierte Programme über Bildschirmmasken erstellt werden.
Visual-Basic-/J-Script
Visual-Basic- und J-Scripts sind Microsofts Varianten von Javascript. J-Scripts sind teilweise zu Javascripts kompatibel, bieten aber im Unterschied zu diesen Zugriff auf das lokale Dateisystem. Siehe auch: VBA, VB-Script, Javascript, Dateisystem.
VISYON
Variables Intelligentes Synchrones Optisches Netz. Projekt der Deutschen Telekom zur Realisierung eines LWL-Breitbandnetzes (155 MBit/s) mit Übertragung nach dem SDH-Standard. Es dient der Bereitstellung von Sprach- und Datenmehrwertdiensten steht aber als infrastrukturelles Netz den Kunden nicht direkt zur Verfügung.
VLAN
Virtual LAN. Ein virtuelles LAN ist eine Gruppe von Netzknoten, die in einer autonomen, sicheren Domain zusammengefasst sind. Kein Multicast- oder Broadcastverkehr ist in das VLAN hinein oder daraus heraus möglich. Die Zugehörigkeit zu einem VLAN hängt nicht von der örtlichen Lage des Netzknotens ab. Sie ist ausschließlich durch Softwarekonfiguration bestimmt und kann sehr schnell geändert werden, wenn ein Knoten einer neuen Arbeitsgruppe zugeordnet werden soll. Virtuelle LANs werden über virtual Port-Switching, der leistungsfähigsten Form statischen LAN-Switchings zusammengestellt. Im ATM werden VLANs über LAN-Emulation gebildet.
Unproblematisch ist diese Technik solange nur ein LAN-Switch verwendet wird, da die verwendete Technik im inneren des Switches gekapselt bleibt. Für die Verbindung von Layer-2-Switches existieren dagegen bisher ausschließlich properitäre Verfahren. Soll ein virtuelles Netz über mehrere Switches ausgedehnt werden, so müssen die geführten MAC-Adressen um die Nummer des virtuellen Netzes ergänzt werden. Die so entstehenden Tabellen müssen über das ganze Netz konsistent gehalten werden. Daher müssen die Switches (ähnlich den Routern mit Routing-Protokollen) die Netzinformationen austauschen. Dafür gibt es mindestens drei Möglichkeiten der Realisierung:
  1. Den regelmäßigen Austausch von Adresstabellen mit MAC-Adressen und VLAN-Nummer. Dies funktioniert im Prinzip wie Routing-Protokolle zwischen Routern und kann auf dem Backbone eine nicht unwesentliche zusätzliche Last erzeugen, da die Adresstabellen ca. 1 mal pro Minute übertragen werden.
  2. Frame Tagging. Beim Frame Tagging wird die VLAN-Nummer vor das MAC-Paket gesetzt (Encapsulation), was aber nicht unproblematisch ist, da die zulässige Paketlänge dabei überschritten werden kann.
  3. Zeitmultiplexverfahren. Beim Zeitmultiplexverfahren wird der Backbone zwischen den Switches in Zeit-Slots geteilt, die fest den einzelnen VLANs zugeordnet sind. Problematisch ist dabei, dass die Zeit, die von einem VLAN nicht ausgenutzt wird, nicht durch ein anderes benutzt werden kann.
VLSM
Variable Length Subnet Mask - Subnetzmaske variabler Länge. Bezeichnet die Möglichkeit, unterschiedlich lange Subnetzmasken für die gleiche Netzwerknummer in verschiedenen Subnetzen angeben zu können. VLSM hilft damit, den verfügbaren Adressraum besser auszulasten. Es wird von OSPF und statischem Routing unterstützt.
VM
Virtual Machine - virtuelle Maschine
VN
Virtual Net - virtuelles Netz. Siehe VLAN
Voice-Mail
E-Mail-Systeme, die auch Sprachdaten aufnehmen, speichern, übertragen und wiedergeben können.
VoIP
Voice over IP. Sammelbegriff für Sprachvermittlung über IP-Netzwerke
Voll-duplex
Gleichzeitige Übertragung in beiden Richtung eines Kanals. Siehe auch: halb-duplex, simplex
Volltext-Datenbank
Konventionelle Datenbanken haben in der Regel eine feste Struktur. Die Datensätze einer solchen Datenbank bestehen aus einzelnen Datenfeldern, deren Typ (numerisch, alphanumerisch etc.) und Länge eindeutig festgelegt ist. Demgegenüber haben Volltext-Datenbanken keine fest vorgegebene Struktur. Ihre Datenfelder enthalten unstrukturierte Text-Informationen, die weder hinsichtlich Daten-Typ noch hinsichtlich Informations-Länge irgendwelchen Einschränkungen unterliegen.
VoN
Voice over Net - Sammelbegriff für Sprachvermittlung über LAN-Technologie
Vorbis
(auch als Ogg Vorbis bezeichnet) ist ein freier Codec zur verlustbehafteten Audiodatenkompression. Vorbis wird von der Xiph.Org Foundation als patentfreie Alternative zum kommerziellen MP3-Format entwickelt.
Vorleseautomat
VP
Virtual Path - virtueller Pfad.
VPC
Virtual Path Connection. Virtuelle Verbindung zwischen ATM-Endpunkten, die aus mehreren VCCs bestehen kann. Wird im Zell-Header durch das VPI-Feld identifiziert.
VPI
Virtual Path Identification. Identifikationsnummer einer VPC im Header einer ATM-Zelle.
VPN
Virtual Private Network - virtuelles privates Netzwerk. Verbindung von LANs und SOHOs zu einem Gesamtnetzwerk unter Nutzung des Internets (PPTP, IPSec), Dial-up-Lösungen (RAS per Modem oder ISDN) und auch herkömmlicher WAN-Verbindungen. Innerhalb des VPN wird dabei ein einheitliches Adressierungsschema verwendet.
VPS
Virtual Port Switching - Technik zur Softwarekonfiguration von VLANs. In modernen LAN-Switching-Hubs ist das dynamische LAN-Switching nicht über Busse auf der Backplane, sondern über eine Shared-Memory-Matrix realisiert. Dieser erlaubt die Vermittlung beliebiger Ports des Hubs und nicht nur solche, die physikalisch an einen Backplane-Bus angeschlossen sind. Dadurch wird auch eine neue Form des statischen LAN-Switchings möglich. Die Ports können dabei ausschließlich durch Softwarekonfiguration zu beliebigen virtuellen LANs (LAN">VLAN) zusammengeschaltet werden. Die LANs werden also nicht mehr durch physikalisches Zusammenstecken erzeugt, sondern entstehen durch das Freigeben von Kreuzungspunkten auf der Switching-Matrix für das Zusammenschalten von Ports. Ports, die zusammengeschaltet werden dürfen, bilden ein virtuelles LAN. Diese Technik der Zusammenstellung von VLANs nennt man virtual Port-Switching (VPS).
VRML
Virtual Reality Modeling Language. Plattformübergreifende Sprache zur Beschreibung von und Interaktion mit 3D-Szenen. VRML kann auch über Netzwerke (z.B. Internet) benutzt werden und hat sich damit zur wichtigsten 3D-Sprache entwickelt.
Siehe auch Avatar
VT
Virtual Terminal. OSI-Applikation auf Ebene 7, die eine remote Terminal-Emulation unterstützt.
VTAM
Virtual Telecommunications Access Method. Datenfernübertragungszugriff auf virtuellen Speicher in IBM-Mainframes.
VTP
Virtual Terminal Protocol. Protokoll einer OSI-Applikation auf Ebene 7, die eine remote Terminal-Emulation unterstützt.
VXD
Virtual Device Driver für Windows.
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Copyright © Janosch R. Kowalczyk 1999, 2008. All rights reserved.
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